Die Gorges du Verdon ist das absolute Highlight in der Provence und gilt als einer der größten Canyons Europas. Damit du bei deinem Roadtrip nicht den Überblick verlierst, zeigen wir dir die 3 besten Panorama-Routen, um die Verdonschlucht mit dem Fahrzeug zu erkunden. Wir kamen damals von unserem Roadtrip über die Route des Grandes Alpes und wollten uns dieses Highlight nicht entgehen lassen.

3 Möglichkeiten um die Gorges du Verdon mit dem Fahrzeug zu erkunden:

Die Möglichkeiten, wie man die mächtige Verdonschlucht erleben kann, sind vielfältig: zu Fuß, per Kayak, Wildwasser-Rafting, mit dem Gleitschirm, an der Kletterwand oder mit dem Fahrzeug.

Wir haben uns für Letzteres entschieden und sind auf drei Panorama-Routen gestoßen, über die man die Gorges du Verdon durchqueren kann.

Die drei Routen auf einen Blick

RouteNameHighlightsCamper-Eignung
D952 (Nord)Route des GorgesPoint Sublime, Belvédère de MayresteSehr gut (breit ausgebaut)
D23 (Schleife)Route des Crêtes14 Aussichtspunkte, GänsegeierBedingt (Einbahnstraßen & eng) Nur für Abenteurer
D71 (Süd)Corniche SublimePont de l’Artuby (Bungee), TiefblickGut (teils schmale Tunnel)

1. Die D952: Das Nordufer (Route des Gorges)

Die D952 ist die Hauptverkehrsader am Nordufer der Gorges du Verdon. Sie führt von der Stadt Castellane bis zum Lac de Sainte-Croix. Diese Route ist sehr gut ausgebaut und auch für größere Wohnmobile problemlos befahrbar.

Highlights am Nordufer:

  • Point Sublime: Der wohl bekannteste Aussichtspunkt, der seinem Namen alle Ehre macht. Von hier aus hast du den perfekten Blick auf den „Corridor Samson“, den Eingang zur Schlucht.
  • Belvédère de Mayreste: Ein großartiger Stopp direkt an der Straße, um die gewaltigen Dimensionen des Canyons zu erfassen.
Steile Kalkfelsen der Gorges du Verdon mit Blick auf den türkisfarbenen Fluss Verdon in Frankreich.

Ungefähr auf der Hälfte der Strecke, genauer gesagt in La Palud-sur-Verdon, gibt es die Möglichkeit eine Panorama-Schleife zu fahren. Dies wäre dann die zweite Möglichkeit:

2. Die D23: Route des Crêtes (Die Panorama-Schleife)

Die Route des Crêtes ist das absolute Highlight für jeden Autofahrer. Sie beginnt kurz vor dem Ort La Palud-sur-Verdon und führt auf einer 24 Kilometer langen Schleife direkt an der Abbruchkante entlang.

  • Wichtiger Hinweis: Die D23 ist eine Einbahnstraße! Du musst sie zwingend im Uhrzeigersinn befahren, da einige Abschnitte für den Gegenverkehr gesperrt sind.
  • Reisezeit: Die Schleife ist witterungsbedingt nur von Ende März bis Ende November komplett geöffnet.
  • Fotospots: Hier findest du über 14 Belvédères (Aussichtspunkte). Mit etwas Glück kannst du hier die majestätischen Gänsegeier beobachten, die in der Thermik der Schlucht kreisen.
Spektakulärer Aussichtspunkt Belvédère an der Corniche Sublime (D71) am Südufer der Gorges du Verdon.

Zeit: Wie lange man für die 24 Kilometer braucht, hängt ganz davon ab, wie oft man unterwegs anhält um die sensationellen Aussichten zu geniessen. Denn es gibt viel zu sehen!

Die Schleife endet im Ort La Palud-sur-Verdon. Von dort aus kann man die D952 dann bis zum Lac de Sainte-Croix fortsetzen.

3. Die D71: Das Südufer (Corniche Sublime)

Die dritte Möglichkeit ist die Fahrt entlang des Südufers auf der sogenannten Corniche Sublime. Die D71 startet in Comps-sur-Artuby und führt dich ebenfalls zum Ziel am Lac de Sainte-Croix.

Highlights am Südufer:

Tunnel & Felsvorsprünge: Die Strecke ist spektakulär in den Stein gehauen. Achtung mit hohen Alkoven-Wohnmobilen: Die Felsüberhänge erfordern konzentriertes Fahren!

Pont de l’Artuby: Eine beeindruckende Stahlbetonbrücke, die das Tal in 137 Metern Höhe überspannt. Im Sommer kannst du hier Bungee-Springern zusehen.

Pataschas Roadtrip-Tipp:

Wenn du die komplette Gorges du Verdon erleben willst, plane eine Rundtour ein! Starte morgens am Nordufer, fahre die Route des Crêtes und kehre über das Südufer zurück. So nimmst du jeden Sonnenstand für deine Fotos mit.

Sentier Martel: Die coolste Wanderroute durch die Schlucht.

Mit seinen rund 20 Kilometern Länge und einer Dauer von sieben Stunden zählt der Sentier Martel wohl zu den authentischsten Wanderungen durch die Gorges du Verdon. Der Wanderweg ist nach dem französischen Höhlenforscher Edouard Alfred Martel benannt, welcher die Schlucht 1905 als erster Mensch zu Fuß durchquert hat. Drei Tage war Edouard Martel unterwegs um die Verdonschlucht ausführlich zu erkunden. Er wollte nämlich wissen, ob die Schlucht sich für die Stromerzeugung eignen würde. Und wie wir heute wissen, tut sie das!

Die Wanderung startet am Chalet La Maline und führt unter anderem durch einen 700 Meter langen Tunnel. Das Mitführen einer Taschenlampe ist ratsam. Des Weiteren sollte man etwas Kondition, genügend Trinkwasser, Sonnenschutz und Trittsicherheit mitbringen. Unterwegs begegnet man seltenen Blumen- und Pflanzenarten, so wie Gänsegeiern und wenn man Glück hat, dem anmutigen Bonelli-Adler.

Egal wie du die mächtigen Gorges du Verdon erleben möchtest, die Schlucht ist in jeder Hinsicht ein einmaliges Erlebnis, was du nicht so schnell vergisst.

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Fazit: Dein Roadtrip-Abenteuer in der Gorges du Verdon

Ob du die Schlucht nur durchfährst oder dir Tage Zeit nimmst – die Gorges du Verdon lässt niemanden kalt. Das türkisfarbene Wasser und die senkrechten Kalkwände sind Pura Vida in Reinform. Pack die Kamera ein und genieß die Kurven!

Praktischer Mehrwert: Starte deine Tour früh morgens (vor 9:00 Uhr), um die Route des Crêtes ohne die großen Reisebusse genießen zu können.

Welche Seite der Verdonschlucht ist schöner?

Das Nordufer (D952) bietet den berühmten Point Sublime, während das Südufer (D71) spektakulärere Tiefblicke und die Brücke von Artuby bietet. Wir empfehlen beide Seiten als Rundtour.

Kann man die Gorges du Verdon mit dem Wohnmobil befahren?

Ja, die Hauptstraßen D952 und D71 sind gut ausgebaut. Die Route des Crêtes (D23) ist jedoch sehr kurvig und eng; hier sollten Fahrer großer Mobile (über 7m) vorsichtig sein. Wir haben die drei Routen im Artikel beschrieben.

Wann ist die Route des Crêtes geöffnet?

Die Panorama-Schleife D23 ist witterungsbedingt meist von Ende März bis Ende November für den Verkehr freigegeben.

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