Unser Roadtrip Frankreich geht weiter. Adieu Dordogne, Kaixo Euskal Herria! Nachdem wir das Tal der 1000 Burgen verlassen haben, steuerte unsere „Betty“ auf das Land der Bastiden und schließlich in das stolze Baskenland zu. Aus den geplanten 25 schönsten Dörfern wurden am Ende sogar 26 – ein Beweis dafür, dass man in Frankreich hinter jeder Kurve über Schönheit stolpert.

In diesem Teil unserer Reise springen wir durch Zeittore, erkunden gruselige Katakomben, testen Pizza aus dem Automaten und klären, warum man im Baskenland unbedingt Kirschkuchen essen muss. Hier ist das Finale unserer Tour der „Plus Beaux Villages de France“.


17. Monpazier | Das Tor zur Vergangenheit

Und wieder in einem der schönsten Dörfer Frankreichs angekommen, genauer in Monpazier. Wir fühlten uns wie Statisten in einem Historienfilm. 32 Gebäude im Ort stehen unter Denkmalschutz – hier darf keine einzige Fassade ohne Genehmigung verändert werden.

Mittelalterliche Markthalle auf unserm Roadtrip Frankreich
  • Das Erlebnis: Der zentrale Platz mit der alten Markthalle ist das Herzstück. In der Nebensaison hatten wir die Arkadengänge fast für uns allein.
  • Vanlife-Check 2026: Am Ortseingang gibt es einen kostenlosen Stellplatz direkt am Feuerwehrgebäude. Perfekt für einen entspannten Stadtspaziergang.
  • Tipp: Unterstütze die lokalen Händler! In Monpazier kämpfen die kleinen Läden gegen die großen Supermärkte – kauf dein Souvenir oder Brot hier im Kern.

18. Villeréal | Die Überraschung am Wegesrand

Eigentlich hatte Tascha diesen Ort bei der Planung bei unserem Roadtrip Frankreich gar nicht eingeplant…oder übersehen, doch das offizielle Schild am Straßenrand ließ uns stoppen. Damit war klar: Es werden 26 Dörfer!

Mittelalterliche Markthalle Villereal Frankreich
  • Ehrliches Fazit: Die zweistöckige Markthalle aus dem 16. Jahrhundert ist beeindruckend, aber der restliche Ort wirkte auf uns durch die vielen parkenden Autos und modernen Werbeschilder etwas unruhig.
  • Stellplatz: Es gibt einen offiziellen Gratis-Platz für die Übernachtung.

19. Monflanquin | Liebe zum Detail

Nach der kleinen Enttäuschung in Villeréal hat uns Monflanquin wieder versöhnt. Hier wird der Titel „Schönstes Dorf“ mit Stolz getragen.

Souvenierladen Frankreich Seifenladen Savonnerie
  • Highlight: Überall hängen historische Fotos in den Fenstern, die zeigen, wie die Gassen früher aussahen. Jedes Straßenschild und jede Hausnummer folgt dem gleichen nostalgischen Stil.
  • Persönliche Note: Wir durften handgemachte Seifenreste als Geschenk vor einem Laden mitnehmen – eine Geste, die uns ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

20. Pujols-le-Haut | Der Balkon des Lot-et-Garonne

Pujols liegt wie eine Festung über der Stadt Villeneuve-sur-Lot.

Mittelalterliche Kirche in Pujols le Haut Frankreich
  • Unser Tipp: Parke am Restaurant La Toque Blanche – von dort hast du den ultimativen Blick auf die Stadtmauern und das Tal.
  • Stimmung: Klein, fein und voller Kunstgalerien. Wir haben hier unsere Mittagspause mit Panorama-Aussicht genossen.

21. Fourcès | Das kreisrunde Wunder

Eine absolute Besonderheit unter den Bastiden! Während alle anderen rechteckig gebaut sind, ist Fourcès im Kreis angeordnet.

  • Das Erlebnis: Man betritt das Dorf über eine Brücke. Die Kirche steht untypischerweise außerhalb des Dorfzentrums. Ein architektonisches Unikat!

22. Montréal (du Gers) | Pilger & stille Gassen

Nein, nicht das Montréal in Kanada! Hier begegneten wir den ersten Jakobsweg-Pilgern.

Stdtplatz Montreal Frankreich
  • Eindruck: Ein sehr alter Ort mit einer mächtigen Kirche. Im November wirkte er allerdings fast wie eine Geisterstadt, da die Pilgerherbergen bereits geschlossen waren.

23. Larressingle | Das „Carcassonne“ im Kleinen

Dieses Dorf ist eigentlich eine geschlossene Festungsanlage. Innerhalb der Mauern verbirgt sich ein komplettes, bewohntes Dorf.

Festungsmauer Larressingle
  • Muss-Besuch: Die Festung ist wunderschön erhalten. Wir haben eine kleine Spende in die Box am Ausgang geworfen, um den Erhalt dieses Juwels zu unterstützen.

24. Navarrenx | Katakomben & Musketiere

Hier spürt man zum ersten Mal die Nähe zur spanischen Grenze. Die Atmosphäre wird rauer, aber herzlicher.

Katakomben Navarrenx Frankreich
  • Das Abenteuer: Die alten Festungsmauern und die dunklen Katakomben-Tunnel sind frei zugänglich. Wichtig: Pack eine starke Taschenlampe ein, es ist stockfinster und gruselig!
  • Vanlife-Hack: Nach einem verregneten Tag rettete uns der Pizza-Automat am Ortseingang das Abendessen. Für ca. 11 EUR gab es eine erstaunlich gute Pizza.

25. Saint-Jean-Pied-de-Port | Das Tor der Pilger im Baskenland

Das Herz des französischen Baskenlandes. Hier treffen sich Wanderer aus aller Welt, um die Pyrenäen zu überqueren.

Jakobsweg Saint Jean Pied de Port Frankreich Baskenland
  • Highlight: Der Blick von der Zitadelle über die roten Dächer der Stadt bis tief in die Berge.
  • Wohnmobil-Update 2026: Kostenloses Parken ist hier schwierig (Wohnmobil-Verbote!). Der offizielle Stellplatz kostet ca. 9 EUR, bietet dafür aber eine top Lage.

26. Aïnhoa & Sare | Das baskische Finale

Die letzten beiden Dörfer mitten im Baskenland liegen nur einen Katzensprung voneinander entfernt.

Ainhoa Frankreich eines der schönsten Dörfer Frankreichs Baskenland
Ainhoa Frankreich Sare
  • Aïnhoa: Ein Modell-Dorf im typischen rot-weißen Baustil. Hier lernten wir den Volkssport Pelota kennen (das Spiel gegen die Wand).
  • Sare: Unser süßer Abschluss. Wir kauften uns in der Bäckerei einen traditionellen Gâteau Basque mit Pudding – das perfekte Finale für 26 Dörfer voller Abenteuer.

Fazit: 26 Dörfer und unzählige Erinnerungen

Wir haben die Tour durch die „Plus Beaux Villages de France“ bis ins Baskenland in vollen Zügen genossen. Jedes Dorf war eine neue Überraschung. Unsere persönlichen Favoriten? La Roque-Gageac, Monpazier und Navarrenx. Wir kommen wieder – irgendwann knacken wir vielleicht alle schönsten Dörfer Frankreichs!

Bist du bereit für dein eigenes Abenteuer? Warst du schon mal im Baskenland? Welche Region reizt dich am meisten?

Weitere Tipps für deinen Frankreich Roadtrip durch die schönsten Dörfer Frankreichs.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare